Nase frei – die gesunde Atmung!
Die
Nase ist normalerweise die „Eintrittspforte“ für
unsere
Atemluft. Die Luft wird beim Einatmen in der Nase erwärmt,
angefeuchtet und gefiltert. So „aufbereitet“ erreicht
die Luft dann die Luftröhre und strömt entlang der Bronchien
in die Lungenflügel. Dort findet der Gasaustausch statt, d. h.
Sauerstoff wird über die Lungenbläschen in das Blut aufgenommen,
während Kohlendioxid aus dem Blut in die Atemluft abgegeben wird.
Es entsteht dabei nur ein normales Atemgeräusch.
Das Gewebe, an dem die Luft entlang strömt, besteht aus empfindlichen
Schleimhäuten. Wird dauerhaft zu kalte Luft eingeatmet oder ist
die eingeatmete Luft zu trocken, können die Schleimhäute
auskühlen oder austrocknen. Dies kann z. B. zu Erkältungen
und Reizungen der Atemwege führen. Auch Staub, Bakterien oder
Fremdkörper werden durch die Nase aus der Luft herausgefiltert
und so von den empfindlichen Schleimhäuten ferngehalten.
Nasenatmung
- Verbesserter Luftstrom. Das Gaumensegel liegt ruhig.
Die
Atmung, also das Einsaugen
der Luft, ist ein Reflex. Wir können zwar eine Weile die Luft
anhalten, wenn aber der Kohlendioxidgehalt in unserem Blut zu stark
steigt, dann müssen wir dem Atemreflex nachgeben.
Wenn unsere Nase verstopft ist, müssen wir aber glücklicherweise
nicht ersticken: wir atmen zusätzlich durch den Mund, denn
dieser wird reflexartig geöffnet, wenn nicht ausreichend Sauerstoff
über die Nase eingeatmet werden kann. Die durch den Mund eingeatmete
Luft wird allerdings weniger gut gefiltert, gewärmt und angefeuchtet,
da die Atemwege kürzer sind.
Wussten Sie,…
…dass sich die Nasenlöcher bei der Atemarbeit abwechseln? Beim Menschen findet die Nasenatmung in
körperlicher Ruhe nicht gleichmäßig durch beide Nasenlöcher statt. Der Luftstrom
durch jeweils eines ist verringert, um eine Regeneration seiner Schleimhaut zu
ermöglichen. Mehrmals täglich wechselt der Hauptstrom zum jeweils
anderen Nasenloch, was bei einer gesunden Nase unbemerkt vonstatten geht.