Atem

Als Atem bezeichnet man die Luftmenge, die bei der Tätigkeit des Atmens (Luftholens oder Atemzug) bewegt wird. (Einatmen = Lunge mit Luft füllen, Ausatmen = Luft ausstoßen). Den Vorgang des Atmens bezeichnet man als Atmung. Ein Mensch atmet täglich etwa 23.000-mal und bewegt dabei rund zwölfeinhalb Kubikmeter Luft. Die Begriffe „Atem“ und „Atmung“ werden im alltäglichen Sprachgebrauch häufig synonym verwendet.

Alle Hochkulturen, so zum Beispiel die alten Griechen, kannten die Bedeutung des Atems. So haben die Begriffe pneuma und Odem sowohl für den Atem, als auch für Geist und Seele Wortbedeutung, vgl. Atemseele. Viele Yogawege und spirituelle Pfade sahen und sehen noch heute den Atem als Mittler in der einen oder anderen Weise. Entsprechende, vornehmlich Atemtechniken nennen sich im Yoga Pranayama. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden verschiedene Methoden, den Atem therapeutisch und pädagogisch durch eine Atemtherapie zu nutzen.

Auch in der ägyptischen Kultur zur Zeit der Pharaonen wurde dem Atem besondere Bedeutung beigemessen. So bedeutet zum Beispiel der Name der Göttin Selket „die atmen lässt“. Gemeint war hier ihre besondere Bedeutung bei der Heilung - speziell von giftigen Skorpionstichen. Außerdem hatte die so genannte Mundöffnung - eine Zeremonie an der Mumie Verstorbener - die Bedeutung, dem Toten ein Weiterleben in der Totenwelt zu ermöglichen.

zurück zur Übersicht
 
© 2010 GlaxoSmithKline Consumer Healthcare - Alle Rechte vorbehalten