Gaumensegel
Das Gaumensegel ist eine Fortsetzung des harten Gaumens bei Menschen
und Säugetieren in Form einer Doppelfalte. Es wird auch als weicher
Gaumen bezeichnet. Das Gaumensegel hängt schräg oder senkrecht
in Richtung Zungenwurzel herab und wird aus Ausläufern der Rachenmuskulatur
gebildet. Es grenzt die Mundhöhle teilweise gegen den Rachen
ab und dient somit der Abgrenzung zwischen Luft- und Speiseweg.
Beim Sprechen hebt sich das Gaumensegel und legt sich an die Rachenrückwand,
wodurch die Nasenhöhle vom Mund-Rachen-Raum getrennt wird und
die ausgeatmete Luft nur durch Rachen und Mund fließen kann,
so dass orale Laute entstehen. Bei nasalen Konsonanten wird die Mundhöhle
verschlossen und der Luftstrom fließt durch die Nase ab. Bei
nasalierten Vokalen senkt sich das Gaumensegel und lässt den
Luftstrom sowohl durch Mundraum und Nasenraum abfließen.
Die Ansatzlinie des Gaumensegels wird Ah-Linie genannt. Ihren Namen
verdankt sie der Tatsache, dass sie beim Sprechen eines langen 'Ahhhs'
sichtbar wird. Sie wird von Zahnärzten als hintere Begrenzung
bei Vollprothesen verwendet.
Am freien Rande des Gaumensegels springt bei Affen und Menschen in
der Mitte das so genannte Zäpfchen (Uvula) kegelförmig vor.
Bei den meisten anderen Säugetieren ist kein Zäpfchen ausgebildet.
Das Gaumensegel spielt auch für das Schnarchen eine Rolle.
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