Gaumensegel

Das Gaumensegel ist eine Fortsetzung des harten Gaumens bei Menschen und Säugetieren in Form einer Doppelfalte. Es wird auch als weicher Gaumen bezeichnet. Das Gaumensegel hängt schräg oder senkrecht in Richtung Zungenwurzel herab und wird aus Ausläufern der Rachenmuskulatur gebildet. Es grenzt die Mundhöhle teilweise gegen den Rachen ab und dient somit der Abgrenzung zwischen Luft- und Speiseweg.

Beim Sprechen hebt sich das Gaumensegel und legt sich an die Rachenrückwand, wodurch die Nasenhöhle vom Mund-Rachen-Raum getrennt wird und die ausgeatmete Luft nur durch Rachen und Mund fließen kann, so dass orale Laute entstehen. Bei nasalen Konsonanten wird die Mundhöhle verschlossen und der Luftstrom fließt durch die Nase ab. Bei nasalierten Vokalen senkt sich das Gaumensegel und lässt den Luftstrom sowohl durch Mundraum und Nasenraum abfließen.

Die Ansatzlinie des Gaumensegels wird Ah-Linie genannt. Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass sie beim Sprechen eines langen 'Ahhhs' sichtbar wird. Sie wird von Zahnärzten als hintere Begrenzung bei Vollprothesen verwendet.

Am freien Rande des Gaumensegels springt bei Affen und Menschen in der Mitte das so genannte Zäpfchen (Uvula) kegelförmig vor. Bei den meisten anderen Säugetieren ist kein Zäpfchen ausgebildet.

Das Gaumensegel spielt auch für das Schnarchen eine Rolle.

zurück zur Übersicht
 
© 2010 GlaxoSmithKline Consumer Healthcare - Alle Rechte vorbehalten